
Die Stadt Würzburg hat einen städtischen Nothilfefonds für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Den finanziellen Grundstock bildet eine Spende des Unternehmers Thomas Dittmeier in Höhe von 10.000 Euro. Der Fonds soll kurzfristig und übergangsweise bei akuten Notlagen unterstützen.
Zweck und Verwaltung des Fonds
Der Fonds ist beim Amt der Stadt Würzburg angesiedelt und orientiert sich an bestehenden städtischen Hilfsinstrumenten wie den Nothilfefonds für Senioren und für bedürftige Familien und Kinder. Ziel ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe in dringenden Einzelfällen. Sozialreferentin Eva von Vietinghoff-Scheel erklärte, dass die bestehenden Nothilfefonds oft als Strohhalm in akuten finanziellen Notlagen dienten, jedoch nicht alle Bedarfe abdecken könnten. Ein spezieller Fonds für Menschen mit Behinderung solle diese Lücke zumindest teilweise schließen.
Von Vietinghoff-Scheel dankte dem Spender und verwies darauf, dass Menschen mit Behinderung häufig Kosten haben, die von den Krankenkassen nicht vollständig übernommen werden. Die Einlage von 10.000 Euro werde einen guten Grundstock bilden, um kurzfristig Unterstützung leisten zu können.
Stifter und Stiftung
Die Spende stammt von Thomas Dittmeier. Er war 1989 Gründer der Dittmeier Versicherungsmakler GmbH in Würzburg, die sich als Spezialmakler für Busunternehmen positioniert hat und nach Unternehmensangaben inzwischen rund 1.000 Kunden weltweit betreut. Im Jahr 2010 gründete Dittmeier zusammen mit seiner Firma die Stiftung Omnibus.
Die Stiftung Omnibus fördert nach eigenen Angaben unter anderem Bildung, Jugendhilfe, öffentliche Gesundheits- und Wohlfahrtspflege sowie mildtätige Zwecke. Seit 2016 fließen jährliche Zuwendungen an lokale soziale und karitative Einrichtungen, darunter die Bahnhofsmission, eine Kinder und Jugendfarm, das Quartiersmanagement Versbach in Kooperation mit der AWO sowie ein Projekt zur psychischen Gesundheit des BRK.
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