Würzburg startet gebündeltes Förderprogramm für Begrünung und erneuerbare Energien

Würzburg startet gebündeltes Förderprogramm für Begrünung und erneuerbare Energien
Würzburg startet gebündeltes Förderprogramm für Begrünung und erneuerbare Energien

Die Stadt Würzburg legt ein neues Förderprogramm für Begrünung, Klimaanpassung und erneuerbare Energien auf. Unter dem Namen KlimaStadt Würzburg sind ab dem 25. April 2026 insgesamt 14 Förderbausteine mit einem jährlichen Budget von 190000 Euro abrufbar. Erstmals können Bürgerinnen und Bürger, Eigentümerinnen und Eigentümer, Mietende mit Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters sowie Vereine, Schulen und Unternehmen alle Zuschüsse mit einem einzigen Onlineantrag beantragen.

Was das Programm fördert

Das Programm legt den Schwerpunkt auf Begrünung und Klimaanpassung. Neun der 14 Bausteine richten sich vor allem an Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, Entsiegelung und Baumpflanzungen. Förderhöhen im Überblick: Dachbegrünung bis zu 10000 Euro bei 50 bis 75 Euro pro Quadratmeter, Fassadenbegrünung bis zu 10000 Euro in Höhe von 50 Prozent der Kosten, Entsiegelung bis zu 10000 Euro bei 90 Euro pro Quadratmeter, Baumpflanzung bis zu 3000 Euro bei 75 Prozent der Kosten. Neu sind Baumpflege mit bis zu 2000 Euro und Blühflächen mit bis zu 1000 Euro ab 20 Quadratmetern, jeweils bis zu 50 Prozent der Kosten. Weitere Bausteine sind Balkonbegrünung bis zu 1000 Euro, Gemeinschaftsgärten bis zu 2000 Euro in Höhe von 90 Prozent der Kosten sowie Zisternen mit Pauschalen von 500 bis 800 Euro ab 1,5 Kubikmeter.

Fünf Bausteine richten sich an Maßnahmen zur Energieversorgung. Gefördert werden Photovoltaikanlagen und Heizungstausch sowie neue Angebote wie PVT Kollektoren und ein gemeinschaftliches Standortgutachten für Wärmepumpen. Für Photovoltaik ist ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 150 Euro pro Kilowatt peak vorgesehen, wenn die Anlage mit einer Dachbegrünung kombiniert wird.

Kombinationen und Beispielrechnung

Alle Bausteine lassen sich frei miteinander kombinieren. Für dasselbe Grundstück können mehrere Anträge gestellt werden, wobei jeder Baustein einen eigenen Maximalkontingent aufweist. Nach Angaben der Stadt kann beispielsweise an einem Einfamilienhaus die Begrünung der Garagendachfläche, die Pflanzung eines Baums und die Entsiegelung einer Einfahrt bei Gesamtkosten von rund 20000 Euro zu einer Fördersumme von mehr als 10000 Euro führen. Wird zusätzlich eine Zisterne installiert, steigt die Fördersumme weiter an.

Antrag, Vergabe und Beratung

Die Anträge sind online unter www.wuerzburg.de/klimafoerderung einzureichen. Wichtig ist, dass mit der Umsetzung erst nach Erhalt des Förderbescheids begonnen werden darf. Die Mittel werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben, Anträge sollten deshalb zeitnah gestellt werden. Zum Programmstart informiert die Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit am 25. April beim Würzburger Zukunftsfest über die Fördertöpfe. Weitere Beratung ist telefonisch unter 37 2746 und per E Mail an klimafoerderung@stadt.wuerzburg.de möglich. Für Planerinnen und Planer sowie Fachbetriebe ist im Mai eine gesonderte Informationsveranstaltung vorgesehen.

Ziele des Programms

Die Stadtverwaltung verweist auf den konkreten Nutzen begrünter Maßnahmen. Nach Einschätzung der zuständigen Referentin kühlt jedes begrünte Dach die Umgebung, spendet jeder gepflanzte Baum Schatten und nimmt jede entsiegelte Fläche Regenwasser auf statt es in die Kanalisation zu leiten. Oberbürgermeister Martin Heilig betont, dass das Programm die Antragswege vereinfachen und den Ausbau von Begrünung und erneuerbaren Energien vor Ort beschleunigen soll.

Mit dem Angebot will Würzburg der Herausforderung steigender Temperaturen gerecht werden und gleichzeitig bürgerschaftliches Engagement fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Gemeinschaftsgärten, die mit 90 Prozent der Kosten unterstützt werden sollen, um städtische Räume sichtbarer zu begrünen und das Zusammenspiel von Klimaanpassung und lokalem Engagement zu stärken.

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