Würzburg startet Beteiligung zur Neuplanung des Zentralen Omnibusbahnhofs

Würzburg startet Beteiligung zur Neuplanung des Zentralen Omnibusbahnhofs
Würzburg startet Beteiligung zur Neuplanung des Zentralen Omnibusbahnhofs | Bild: Mattes / Public domain

Die Stadt Würzburg hat die Neuplanung des Zentralen Omnibusbahnhofs am Hauptbahnhof in Auftrag gegeben und lädt die Bevölkerung zur Beteiligung ein. Ziel ist es, den Knotenpunkt an die heutigen Anforderungen in puncto Funktionalität, Sicherheit und Barrierefreiheit anzupassen. Erste verkehrliche Untersuchungen liegen bereits vor.

Warum der ZOB neu geplant wird

Der Zentrale Omnibusbahnhof wurde in den 1960er und 1970er Jahren gebaut, um die Busverkehre zu bündeln. Inzwischen stoßen Funktionalität und baulicher Zustand an ihre Grenzen. Der ZOB ist ein wichtiger Umsteigepunkt für Stadtbusse, Regionalbusse, private Reisebusse und Fernbuslinien und verbindet den nahe gelegenen Hauptbahnhof mit Straßenbahnhaltestellen, Radwegen und Fußwegen. Die Stadtverwaltung nennt als Planungsziele eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, eine übersichtlichere Anlage, bessere Erreichbarkeit und eine erhöhte Aufenthaltsqualität.

Wie weit die Planungen sind

Ein beauftragtes Verkehrsplanungsbüro hat erste verkehrliche Analysen erstellt. Untersucht wurden Verkehrsabläufe, Busbewegungen, Umsteigebeziehungen sowie bestehende Herausforderungen in Bezug auf heutige und künftige Auslastung, Sicherheit, Orientierung und Leistungsfähigkeit. Auf dieser Grundlage sollen nun Varianten entwickelt werden.

Bürgerbeteiligung und Termine

Bevor konkrete Planungsvarianten festgelegt werden, sind Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung aufgerufen. Die Onlinebefragung läuft vom 9. März bis zum 12. April 2026 und ist unter https://mitmachportal.wuerzburg.de/ zugänglich. Ergänzend richtet die Stadt einen Pop-up-Stand im oberen Foyer des Rathauses in der ersten Etage vor dem Ratssaal ein. Dort können Interessierte Informationen erhalten, Fragen stellen und Anregungen einbringen.

Die Präsenztermine im Rathaus sind wie folgt angesetzt: Montag 16. und 23. März von 13 Uhr bis 16 Uhr, Dienstag 17. und 24. März von 9 Uhr bis 12 Uhr, Mittwoch 18. und 25. März von 13 Uhr bis 16 Uhr und Donnerstag 19. und 26. März von 9 Uhr bis 12 Uhr. In der Befragung wird auch die Taubeninsel mit ihrer Grünfläche thematisiert.

Weiteres Verfahren

Die aus der Beteiligung gewonnenen Erkenntnisse sollen in Lageplanvarianten einfließen und in einem Fachworkshop Ende April mit allen relevanten Akteuren diskutiert werden. Anschließend ist ein Architekturwettbewerb geplant, der kreative Entwürfe und Gestaltungsideen liefern soll. Der vertiefte Vorentwurf mit Kostenschätzung, der als Grundlage für den Wettbewerb dienen soll, soll dem Stadtrat voraussichtlich noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die Bürgerbeteiligung ein erster Schritt im weiteren Planungsprozess ist. Konkrete Entscheidungen zu Varianten und Ausgestaltung stehen erst nach Auswertung der Rückmeldungen und weiterer fachlicher Abstimmungen an.

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